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Techniken

Schneeschuhwandern - Techniken

Schneeschuhgehen ist zwar sehr leicht zu erlernen, aber trotzdem nicht immer leicht zu praktizieren, denn wechselndes Gelände- und Schneeverhältnisse stellen unterschiedliche Anforderungen an Kraft, Technik und Material. Unterschiedlich starke Neigungswinkel bei Auf- und Abstiegen und Querungen, Rippen, Grate und Mulden stellen den Schneeschuhwanderer immer wieder neu vor Herausforderungen und bedürfen einiger technischer Erfahrung. Auch die Beschaffenheit der Oberfläche, das heißt des Schnees, ist von ausschlaggebender Bedeutung für die Schneeschuhwanderung, denn für das Verhalten der Schneeschuhe und für die erforderliche Schritttechnik und Kondition macht es einen großen Unterschied, ob Sie auf 30 cm frischgefallenem Pulverschnee laufen, oder die Wanderung über Pressschnee oder Sulz geht. Schneeschuhwanderer  werden immer wieder mit neuen Bedingungen konfrontiert und müssen sich darauf einstellen.

Es ist daher vor Antritt einer Schneeschuhwanderung sehr zu empfehlen, sich mit den Schneeschuhen gut vertraut zu machen, sie auszuprobieren und folgende Grundtechnikelemente des Schneeschuhgehen zu beherrschen:

  • Schneeschuhe werden im Knien angezogen für guten Halt und Kraft zum festzurren der Halteriemen. Die Verschlüsse sollten grundsätzlich an den Außenseiten sein, da anderenfalls die Gefahr besteht, sich in den Riemen zu verheddern und zu stürzen.
  • Der Gang ist ein leichter Wiegeschritt mit dem Körperschwerpunkt über dem Standbein, der Fuß gleitet nicht, sondern wird angehoben und aufgesetzt, wobei die Fußstellung parallel bis leicht V-förmig ist, der Gang hüftbreit. Um vor möglichen Gefahrenbereichen sofort zurückweichen, bzw. jeden Schritt problemlos zurücknehmen zu können, muss stets auf eine sogenannte reversible Gehtechnik geachtet werden.
  • Die Länge der Stöcke ist optimal, wenn, wie beim Ski-Langlauf, die Ellbogen einen leicht über 90° herausgehenden Winkel bilden.

Schneeschuhgehen, auch Nordic Snowshoeing genannt, ist eine offizielle nordische Sportart im DSV. Je nachdem, wie es ausgeführt wird, wird es im Bereich „Soft“, „Fitness“ oder „Sport“ angesiedelt, wobei die Übergänge fließend und stark von den Schneebedingungen, Geländerverhältnissen, Schneeschuhtypen und Schrittgeschwindigkeit abhängig sind. Eine auf gewalztem Schnee unter „Soft“ einzuordnende Bewegungsausführung kann in neuem Pulverschnee durchaus bereits im sportlichen Bereich anzusiedeln sein aufgrund der hohen körperlichen Anforderungen. Alle Running- und Racing-Formen sind grundsätzlich dem Sportbereich zuzuordnen, andere mögliche Formen werden nach den Bedingungen entsprechend kategorisiert.

Folgende Techniken werden beim Schneeschuhgehen oder Nordic Snowshoeing unterschieden:

  • Die Grundtechniken
  • Die Aufstiegstechniken
  • Die Runningtechniken
  • Die Racing Technik
  • Die Techniken zur Richtungsänderung
  • Grundtechnik beim Schneeschuhgehen ist der Diagonalschritt:

Der Diagonalschritt ohne Stöcke entspricht dem gewohnten Gehen und ist der der Wanderschritt mit Schneeschuhen. Wird der Diagonalschritt mit Stöcken unterstützt, so entspricht der Bewegungsablauf dem des Nordic Walking. Gehen mit Schneeschuhen durch tiefen Schnee mit starkem Anheben und flachem Aufsetzen des Fußes nennt man „Storchengang“.

Zu den Aufstiegstechniken zählen der Duck Step und der Kick Step. Der Duck Step, auch Entengang oder Herringbone-Technik genannt, ist charakterisiert durch eine aufgerichtete Körperhaltung mit Blick in Aufstiegsrichtung, diagonal geführten Stöcken und nach V-förmig nach außen gerichteten Schneeschuhspitzen. Beim Kick Step werden die vorderen Harscheisen mit Kraft in den Untergrund getreten, wobei die Schneeschuhspitzen direkt in Bewegungsrichtung zeigen und der  Oberkörper für mehr Krafteinwirkung leicht nach vorn gebeugt ist und beide Stöcke parallel nach vorn geführt werden. Der Kick Step wird eingesetzt bei Aufstiegen an Hängen, die für den Duck Step zu steil sind.


Gängige Traverstechniken beim hangparallelen Schneeschuhgehen bzw. Snowshoeing sind das Traversieren, der Line Step, der horizontale und vertikale Side Step und der Line Hill Step. Beim Traversieren erfolgt das Schneeschuhgehen zweispurig parallel zum Hang mit planer Lage des Schneeschuhes auf der Schneeoberfläche. Rutscht der hangseitige Schuhe mit der Hinterseite weg, so wird er mit der Spitze hangseitig ausgerichtet aufgesetzt, wobei die Harscheisen in Hangrichtung Halt geben und ein rückwärtiges Wegrutschen verhindern (sogenanntes talseitiges Ausscheren).  Der in tiefem Schnee, auf steilen und/oder schmalen Passagen ideale Line Step wird so ausgeführt, dass sich, wie der Name schon sagt, eine linienförmige Spur ergibt, die Stöcke Halt und Balance geben und der Schwerpunkt immer auf dem Standbein liegt.  Beim Line Hill Step werden die Beine so gesetzt, daß das dem Tal zugewandte Bein für die Streckengewinnung, das dem Berg zugewandte Seite für die Höhengewinnung zuständig ist. Es wird also immer das Talbein möglichst weit vor das Bergbein und anschließend das Bergbein in möglichst großem Abstand parallel zum Talbein gesetzt. Der Körperschwerpunkt liegt bei dieser Schritttechnik mittig zwischen beiden Füßen. Kurze Steilpassagen werden mit dem vertikalen Side Step überwunden, bei dem mit hangparallel ausgerichteten Schneeschuhen Treppen in den Schnee getreten werden, der Aufstieg vorwiegend mit Kraft aus den Beinen bewältigt wird und die Stöcke nur seitlich unterstützend und Halt gebend eingesetzt werden.  Bei dem horizontalen Side-Step werden die Schneeschuhe in extrem steile Geländepassagen eingerammt, wobei die Füße parallel nach vorne ausgerichtet sind. Unter Einsatz der ebenfalls parallel geführten Stöcke und Belastung der Harscheisen tastet man sich schrittweise vor.

In Abhängigkeit von Gelände- und Schneeoberflächenbeschaffenheit haben sich folgende Abstiegstechniken bewährt: der Abstieg im Diagonalschritt, der Abstieg mit Doppelstockstütz und das sogenannte Sliden. Der ganz normale Diagonalschritt ist die bequemste und einfachste Möglichkeit zum Abstieg leichter Hänge mit geringer Hangneigung und relativ weichem Schnee, während bei größerer Steilheit und hartem Untergrund der Doppelstockstütz erforderlich ist, bei dem beide Stöcke parallel im spitzen Winkel nach vorn geführt werden und gemeinsam mit den Harscheisen des Standbeins Halt geben für den Schritt. Das Körpergewicht lagert beim Doppelstockstütz vermehrt auf den Stöcken, der Körper ist leicht vorgebeugt mit in Stockhöhe verlagertem Schwerpunkt. In tiefem Neuschnee und weichem Sulz macht das Sliden bzw. Gliden Sinn, wobei man sich mit gebeugten Knien in leichter Rücklage in die Schneeschuhe fallen lässt, nachdem man mit einigen Schritten Anlauf Schwung genommen hat. Der untere Bewegungsapparat sollte dabei immer aktiv und kontrolliert, niemals der Bewegung entgegenwirkend eingesetzt werden. Auf Strecken, auf denen längeres Sliden möglich ist, kann mit den Stöcken Schwung und Unterstützung gegeben werden.

Richtungsänderungen im Auf- und Abstieg bewältigt der Schneeschuhwanderer durch Bogengehen oder Umtreten. Während auf weniger steilem Gelände die Richtung am einfachsten durch Beschreiten eines Bogens im parallelen Diagonalschnitt mit zur Bogeninnenseite gerichtetem Schrittfuß die Richtung geändert wird, wird auf einem sehr steilen Hang mit parallel nebeneinander stehenden Füßen in vier Schritten quasi auf der Stelle umgetreten, wobei bei jeder Drehung die Harscheisen fest in den Schnee gerammt werden um den Halt neu zu sichern und die Stöcke zusätzlich unterstützend und haltgebend eingesetzt werden.

Bei den sportlichen Varianten des Schneeschuhgehens bzw. Snowshoeings ist eine Flugphase zwischen den Schritten charakteristisch, die an das ganz normale Laufen oder Rennen ohne Schneeschuhe erinnert. Beim Running wird tatsächlich im Diagonalschritt mit Schneeschuhen gerannt , und zwar mit, oder ohne Einsatz der Stöcke, wobei bei letzterem wiederum unterschieden wird zwischen einem parallelen, sogenannten Doppelstockeinsatz und dem diagonalen Einsatz der von Stöcken. Das Snowshoe-Racing ist eine Wettkampfsportart, die auf gewalzten Pisten oder Tracks und, je nach Geländebeschaffenheit, mit oder ohne Stöcke ausgeführt wird. Beim Snowshoe Racing geht es in erster Linie um Schnelligkeit. 

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